Wie hoch sollte der Blutzuckerwert sein?

Die angestrebten Blutzuckerwerte sollten Patienten mit ihren Ärzten immer individuell festlegen und dabei die persönlichen Lebensumstände des Betroffenen berücksichtigen.

Das Ziel bei der Diabetestherapie ist es, den Blutzuckerspiegel den Normwerten anzunähern und besonders hohe Werte nach den Mahlzeiten zu vermeiden. Außerdem sind gute Werte auch langfristig wichtig, um Folgeschäden an Blutgefäßen, Nerven und Organen zu verhindern. Andererseits sollte der Blutzuckerwerte auch nicht so stark gesenkt werden, dass eine Unterzuckerung entsteht.

Der Blutzuckerspiegel beim gesunden Menschen schwankt nur wenig. Im nüchternen Zustand liegt er unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l),  nach einer Mahlzeit bleibt der Wert unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l).

Der aktuelle Blutzuckerwert lässt sich in „Milligramm pro Deziliter“ (mg/dl) oder „Millimol pro Liter“ (mmol/l) angeben. Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c wird in der Einheit „Millimol pro Mol“ (mmol/mol) oder in Prozent bestimmt.

Da der Stoffwechsel individuell variiert, müssen Diabetespatienten immer im Einzelfall mit ihrem Arzt abklären, welche Werte bei ihnen anzustreben sind. Sie sollten so tief sein, dass das Risiko für langfristige Folgeschäden möglichst gesenkt wird, aber hoch genug, dass der Patient im alltäglichen Leben nicht unterzuckert ist. Außerdem hängen die Zielwerte davon ab, welche Lebensumstände und Möglichkeiten der Betroffene hat, die Therapie in seinen Alltag zu integrieren.