Sport

Sport bei Typ-2-Diabetes

Zu wenig Bewegung ist eine der Hauptursachen für Typ-2 Diabetes. Deshalb ist es besonders wichtig, sich ausreichend zu bewegen. Körperliche Aktivität senkt nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern auch die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Regelmäßiges Training ist also wichtig, um die Blutzuckerwerte zu senken. Insgesamt kann regelmäßige Bewegung so dazu beitragen, typische Folgen wie Gefäßverkalkungen oder einen Herzinfarkt zu vermeiden.

Sport bei Typ-1-Diabetes

Beim Typ-1-Diabetes ist Bewegung kein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Vor allem sollte beim Sport aber ein wachsames Auge auf die Blutzuckerwerte legen. Diese können beim Training stark sinken. Sie müssen vor dem Sport gegebenenfalls die Therapie anpassen, indem sie ihre Insulindosis reduzieren und/oder zusätzliche Kohlenhydrate zu sich nehmen.

Grundsätzlich gilt: Sie können jede Sportart ausüben, die sie möchten, und auch an Turnieren und Wettkämpfen teilnehmen – vorausgesetzt, sie sind gut vorbereitet und wissen, wie sie ihren Stoffwechsel beim Sport einstellen müssen. Diese Anpassung ist immer individuell und muss mit dem Arzt besprochen werden.

Sport kann auch zur Folge haben, dass der Blutzuckerspiegel stark fällt und Unterzuckerungen auftreten. Gefährdet sind alle Diabetiker, die Insulin spritzen oder Sulfonylharnstoff-Tabletten einnehmen. Um Unterzuckerungen vorzubeugen, ist es wichtig, beim Sport häufig den Blutzucker zu kontrollieren.

Vor dem Sportbeginn sollte der Blutzucker lt. Faustregel leicht erhöht sein und bei etwa 150 bis 180 mg/dl (8,3 mmol/l bis 10 mmol/l) liegen. Individuelle Blutzuckerwerte immer mit dem Arzt abklären.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um einem zu starken Blutzuckerabfall beim Sport vorzubeugen: Die Dosis an Tabletten beziehungsweise Insulin anpassen, mehr Kohlenhydrate zu sich nehmen oder eine Kombination aus beidem.

Um den Blutzuckerspiegel bei längeren Sporteinheiten anzuheben und konstant zu halten, ist vor allem bei Menschen mit Typ-1-Diabetes eine Kombination aus schnell und langsam ins Blut gehenden Kohlenhydraten sinnvoll. Ein schneller Energielieferant ist eine Zuckerlösung und wirkt schneller als herkömmlicher Traubenzucker. Langsame Kohlenhydrate liefern zum Beispiel Müsliriegel. Diabetiker, die anfällig für Unterzuckerungen sind, sollten vorsichtshalber immer ein kleines Notfallpaket mit schnell und langsam wirkenden Kohlenhydraten dabei haben.